Die Schlauchmagenoperation reduziert das Magenvolumen, indem der Magen zu einer röhrenförmigen Struktur umgeformt wird, die einer Verlängerung der Speiseröhre ähnelt. Über die Reduzierung des Magenfassungsvermögens hinaus kommt es auch zu einem signifikanten Rückgang der Ausschüttung von Ghrelin, oft als Hungerhormon bezeichnet. Die kombinierte Wirkung eines kleineren Magenvolumens und einer reduzierten Ghrelin-Produktion führt zu einer Abnahme des Appetits. Patienten werden schneller satt und benötigen kleinere Nahrungsmengen. Daher ist es entscheidend, Patienten vor und nach der Operation eine umfassende Anleitung zur richtigen Ernährung zu geben. Da Patienten mit sehr kleinen Nahrungsmengen satt werden, ist es unerlässlich, dass diese Lebensmittel nährstoffreich sind, d.h. reich an Proteinen, Mineralien und Vitaminen.