Polyneuropathie ist keine einzelne Krankheit, sondern bezeichnet eine Gruppe von Syndromen, die aufgrund verschiedener zugrunde liegender Ursachen auftreten. Daher gibt es zahlreiche unterschiedliche Arten. Polyneuropathien werden im Allgemeinen nach ihren zugrunde liegenden Ursachen klassifiziert; diese können metabolischen, infektiösen, autoimmunen oder genetischen Ursprungs sein. Darüber hinaus werden sie in zwei Haupttypen unterteilt, je nachdem, welcher Teil des Nervs betroffen ist: „demyelinisierende“ Polyneuropathien, bei denen die den Nerv umgebende Myelinscheide geschädigt ist, und „axonale“ Polyneuropathien, bei denen der Hauptkörper der Nervenfaser (Axon) geschädigt ist. Je nach Fortschreitungsgeschwindigkeit der Krankheit werden Polyneuropathien als akut (schnell einsetzend) oder chronisch (langsam fortschreitend) kategorisiert. Schließlich können Polyneuropathien je nach ihrer Ätiologie auch als „erworben“ oder „erblich“ (genetisch) klassifiziert werden.