Die Geburt von Frühgeborenen, bevor die Entwicklung ihrer Netzhautblutgefäße abgeschlossen ist, löst ein abnormales Gefäßwachstum aus, indem sie an den avaskulären Stellen anormale Signale (z. B. VEGF-Freisetzung) verursacht. Diese pathologischen Gefäße können zu intraokularen Blutungen und Netzhautablösungen führen, was einen schweren Sehverlust zur Folge haben kann. Das Risiko für Frühgeborenenretinopathie (ROP) steigt mit abnehmendem Geburtsgewicht und Gestationsalter. Während ROP bei etwa 80 % der 25 Wochen alten Babys beobachtet wird, liegt diese Rate bei Babys, die vor der 32. Woche geboren wurden, bei etwa 10 %. Etwa 10 % dieser Fälle können spontan zurückgehen und sich ohne Behandlungsbedarf bessern. Regelmäßige Nachuntersuchungen sind jedoch von großer Bedeutung, bis die Netzhautvaskularisation vollständig abgeschlossen ist.