Nach der Virusübertragung können am Ende einer Inkubationszeit von 2 bis 12 Tagen flüssigkeitsgefüllte Bläschen und juckende Läsionen auftreten. Die Ausbreitung und Schwere dieser Läsionen kann je nach Stärke des Immunsystems der Person variieren. Mehr als die Hälfte der Personen, die mit dem Virus in Kontakt kommen, zeigen jedoch möglicherweise keine Symptome. Nachdem das Virus in den Körper gelangt ist, siedelt es sich im Nervensystem an und verbleibt typischerweise in einem inaktiven (latenten) Zustand in den Spinalnervenganglien. Auch in diesem Zustand können Träger das Virus durch sexuellen Kontakt auf andere übertragen. In Situationen, in denen das Immunsystem geschwächt ist (z. B. durch Stress, Krankheit oder Immunsuppression), kann sich das Virus reaktivieren, was zum Auftreten von Krankheitssymptomen (Ausbrüchen) führen kann. Einige Träger erleben möglicherweise ihr Leben lang keine Symptome, behalten aber das Potenzial, das Virus zu übertragen. Andere können vier oder mehr Ausbrüche pro Jahr erleiden.