Nabelschnurblut wird aufgrund seiner relativ begrenzten Stammzellzahl primär bei pädiatrischen Patienten eingesetzt. Bei erwachsenen Empfängern, insbesondere solchen mit höherem Körpergewicht, kann eine erfolgreiche Transplantation manchmal die Verwendung von zwei oder mehr Nabelschnurbluteinheiten erfordern. Während eine ideale Stammzellquelle durch eine hohe Gewebeverträglichkeit gekennzeichnet ist, bieten Nabelschnurbluttransplantationen einen deutlichen Vorteil: Sie können auch bei einem geringeren Grad der HLA-Übereinstimmung erfolgreich durchgeführt werden. Da Nabelschnurbluteinheiten zudem kryokonserviert und sofort verfügbar sind, werden sie oft als bevorzugte Option für dringende Transplantationsbedürfnisse gewählt. Letztendlich obliegt die Entscheidung über die am besten geeignete Stammzellquelle dem Transplantationsteam, basierend auf dem Zustand des einzelnen Patienten und spezifischen Anforderungen.