Das Wiederauftreten des Herpesvirus kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, die das Immunsystem schwächen oder lokale Reizungen verursachen. Zu diesen Faktoren gehören unzureichende Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Perioden intensiven Stresses, Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen, wie z. B. Grippe, Menstruationsperioden und lokale Reizungen.
Die Symptome sind in der Regel bei der Erstinfektion am stärksten ausgeprägt, können aber aufgrund der entscheidenden Rolle des Immunsystems bei der Virusbekämpfung auch bei späteren Rezidiven schwerwiegend sein. Die Krankheitssymptome können bis zu 20 Tage andauern. Bei Frauen können während eines Ausbruchs zervikale Läsionen auftreten, die zu Ausfluss und schmerzhaftem Geschlechtsverkehr führen können.
Die Behandlung von Herpes während der Schwangerschaft erfordert besondere Aufmerksamkeit. Obwohl Behauptungen existieren, dass eine im ersten Trimester der Schwangerschaft erworbene Primärinfektion zu schweren fetalen Schäden führen kann, liegen hierzu unzureichende wissenschaftliche Daten vor, und potenzielle Schäden sind möglicherweise nicht mittels Ultraschall nachweisbar. Daher wird empfohlen, alle schwangeren Frauen früh in der Schwangerschaft auf eine Herpesinfektion in der Vorgeschichte zu untersuchen. In Fällen einer neu erworbenen aktiven Primärinfektion während der Schwangerschaft, insbesondere in den frühen Stadien, kann ein Schwangerschaftsabbruch in Betracht gezogen werden. Für Personen, die bereits eine Herpesinfektion hatten und immun sind, besteht im Allgemeinen kein signifikantes Risiko für den Fötus. Tritt bei diesen schwangeren Personen während der Schwangerschaft ein Rezidiv auf, werden in der Regel unterstützende Maßnahmen anstelle einer spezifischen antiviralen Behandlung angewendet. Sind jedoch zum Zeitpunkt der Geburt oder kurz davor aktive Genitalläsionen vorhanden, wird ein Kaiserschnitt dringend empfohlen, um eine vertikale Übertragung des Virus auf das Baby zu verhindern. Darüber hinaus ist im postpartalen Zeitraum größte Sorgfalt geboten, um den Kontakt des Babys mit dem Virus zu minimieren.