Nebenniereninsuffizienz wird grundsätzlich in zwei Hauptkategorien unterteilt:

Primäre Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison)
Diese Art der Nebenniereninsuffizienz ist als Morbus Addison bekannt. Sie tritt auf, wenn die Nebennierenrinde (die äußere Schicht der Nebennieren) geschädigt ist und nicht genügend adrenokortikale Hormone produzieren kann. Meistens handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise die Nebennierenrinde als Fremdgewebe angreift. Dieser Autoimmunangriff führt zur Zerstörung der Rinde. Personen mit Morbus Addison haben ein höheres Risiko, andere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln, verglichen mit der Allgemeinbevölkerung.

Sekundäre Nebenniereninsuffizienz
Dieser Zustand entsteht durch eine unzureichende Stimulation der Nebennieren. Er resultiert typischerweise aus einem Mangel an der Produktion von ACTH (Adrenocorticotropes Hormon), dem Hormon, das die Nebennieren stimuliert, aufgrund von Krankheiten, die die Hypophyse oder den Hypothalamus betreffen. Darüber hinaus kann das abrupte Absetzen von Kortikosteroiden, die zur Behandlung chronischer Erkrankungen wie Asthma oder Arthritis eingesetzt werden, zu einer vorübergehenden sekundären Nebenniereninsuffizienz führen.