Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine lebenslange Entwicklungsstörung, die typischerweise innerhalb der ersten drei Lebensjahre auftritt. Sie ist hauptsächlich gekennzeichnet durch erhebliche Schwierigkeiten beim Aufbau und der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen sowie Schwierigkeiten in der verbalen und nonverbalen Kommunikation, einschließlich Blickkontakt, Gesten und Mimik. Personen mit ASS können eine verzögerte oder eingeschränkte Sprachentwicklung aufweisen, zusammen mit repetitiven Verhaltensweisen wie Handflattern und Empfindlichkeiten, zum Beispiel eine Abneigung gegen laute Geräusche.
Obwohl die Symptome normalerweise in der frühen Kindheit auftreten, was zu ihrer Klassifizierung als Entwicklungsstörung führt, kann die Diagnose in jedem Alter erfolgen. In einigen Fällen können Anzeichen vor dem ersten Lebensjahr auftreten, während bei anderen die anfängliche psychosoziale Entwicklung typisch erscheinen mag, gefolgt von einer merklichen Regression oder einem Stillstand der Fähigkeiten nach frühen Meilensteinen wie dem Aussprechen der ersten Worte.
Autismus wird angenommen, dass er auf neurologische Unterschiede zurückzuführen ist, die die Gehirnstruktur und -funktion beeinflussen. Es ist wichtig zu beachten, dass ASS nicht mit Erziehungsstilen oder dem sozioökonomischen Hintergrund einer Familie verbunden ist.