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Der Magen sondert Säure ab, um Nahrung zu verdauen. Spezielle Klappensysteme verhindern, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Wenn der untere Ösophagus-Sphinkter (UÖS) zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig funktioniert, fließt der saure Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Dieser Zustand wird als Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) bezeichnet. Wenn der obere Ösophagus-Sphinkter (OÖS) zwischen Speiseröhre und Rachen ebenfalls seine Funktion verliert, kann der Mageninhalt – einschließlich Säure und manchmal Galle – den viel empfindlicheren Rachen, Kehlkopf und die Stimmbänder erreichen. Dieser Zustand ist als Laryngopharyngealer Reflux (LPR) oder umgangssprachlich als „Rachenreflux“ bekannt. LPR unterscheidet sich vom häufigen Magenreflux (GERD); LPR ist im Allgemeinen tagsüber und in aufrechter Position ausgeprägter, während GERD im Liegen häufiger und störender ist. Die Überempfindlichkeit des Kehlkopf- und Rachengewebes, bestimmte Nervenreflexe und die Speiseröhrenmotilität spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von LPR. Stimmprobleme, die mit Reflux zusammenhängen, können entweder durch die direkte reizende Wirkung der Säure oder durch die reflektorische Kontraktion und Anspannung der Rachen-, Kehlkopf- und Nackenmuskulatur als Reaktion auf die Säure entstehen.