Die Behandlung der Achalasie (Schluckstörung) hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und umfasst verschiedene therapeutische Ansätze. Historisch wurden medikamentöse Behandlungen wie Arzneimittel und Botulinumtoxin (Botox)-Injektionen eingesetzt. Aufgrund der hohen Inzidenz von Nebenwirkungen bei pharmakologischen Interventionen und der Notwendigkeit, Botox-Anwendungen alle 4-6 Monate zu wiederholen, werden diese Methoden in der heutigen Praxis jedoch seltener bevorzugt.
Derzeit sind die primären Behandlungsmodalitäten für Achalasie die endoskopische Dilatation (insbesondere die Ballondilatation des verengten unteren Ösophagus) und der chirurgische Eingriff. Die endoskopische Dilatation wird aufgrund ihrer minimalinvasiven Natur, kürzeren Erholungszeit, dem Fehlen von Operationsnarben und einer schnelleren Rückkehr zu normalen täglichen Aktivitäten oft als Erstlinientherapie betrachtet. Obwohl ihre langfristige Erfolgsrate niedriger sein kann als die der Chirurgie und bei einigen Patienten mehrere Sitzungen erforderlich sind, bietet sie erhebliche unmittelbare Vorteile. Insbesondere bei pädiatrischen Patienten unter 9-10 Jahren ist die Operation häufig der anfänglich bevorzugte Ansatz.
Unter den chirurgischen Optionen bleibt die Heller-Ösophagokardiomyotomie, die erstmals vor etwa einem Jahrhundert beschrieben wurde, die effektivste Behandlung, die mit verschiedenen modernen Modifikationen durchgeführt wird. Dieses Verfahren kann über abdominale oder thorakale Zugänge unter Verwendung offener oder laparoskopischer Techniken durchgeführt werden. Die Operation umfasst das Durchtrennen der verengten Muskelfasern am unteren Ösophagussphinkter, wodurch der Ösophagusdruck gesenkt und die Dysphagie gelindert wird. Um die häufige postoperative Komplikation der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) zu mindern, führen viele Chirurgen gleichzeitig einen Antireflux-Eingriff durch. Die Erfolgsrate für diese chirurgische Behandlung wird mit über 85-90% angegeben. Patienten haben in der Regel einen relativ kurzen Krankenhausaufenthalt, durchschnittlich 3-4 Tage nach laparoskopischer Operation und 6-7 Tage nach offener Operation.