Proteine sind lebenswichtige Makromoleküle mit vielen grundlegenden Aufgaben, wie der Energieversorgung, dem Ausgleich von Körperflüssigkeiten, der Stärkung des Immunsystems und der Regulierung verschiedener physiologischer Prozesse. Normalerweise werden Proteine nach Erfüllung ihrer Aufgaben abgebaut oder recycelt und sammeln sich nicht an. Amyloidose, auch bekannt als Proteinfehlfaltungserkrankung, tritt auf, wenn bestimmte Proteine eine abnormale, unlösliche Form annehmen und sich als Amyloidablagerungen in Organen und Geweben ansammeln. Die systemische Amyloidose kann viele Organe im gesamten Körper betreffen, darunter Herz, Nieren, Leber, Verdauungssystem, Gelenke, Haut und Blutgefäße. In schweren Fällen können diese ausgedehnten Amyloidablagerungen zu Organversagen führen. Die lokalisierte Amyloidose hingegen betrifft typischerweise spezifische Bereiche wie Haut, Blase und Atemwege.