Lungenkrebs entsteht, wenn sich Zellen in der Lunge unkontrolliert vermehren und wachsen. Dabei bilden sich Massen, die umliegendes Gewebe infiltrieren und schädigen können. Lungenkrebs wird anhand seiner unter dem Mikroskop beobachteten zellulären Merkmale grob in zwei Haupttypen eingeteilt: nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) und kleinzelliger Lungenkrebs (SCLC).

Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)
Dies ist die häufigste Art von Lungenkrebs, die mehrere Subtypen umfasst. Diese Subtypen unterscheiden sich in ihrem zellulären Erscheinungsbild, ihren Wachstumsmustern und ihrer Neigung zur Metastasierung. Die Klassifizierung erfolgt durch mikroskopische Untersuchung des Tumorgewebes. Die wichtigsten Subtypen sind:
* Plattenepithelkarzinom: Entsteht aus Plattenepithelzellen, die flache, dünne Zellen sind, die die Atemwege auskleiden. Auch als Epidermoidkarzinom bekannt.
* Adenokarzinom: Entwickelt sich aus Drüsenzellen, die Schleim und andere Substanzen produzieren.
* Großzelliges Karzinom: Gekennzeichnet durch große, abnormale Zellen unter dem Mikroskop. Dies ist ein seltenerer und oft schnell wachsender Typ.
* Adenosquamöses Karzinom: Eine seltene Art, die Merkmale sowohl des Adenokarzinoms als auch des Plattenepithelkarzinoms aufweist.
* Pleomorphes, sarkomatoides oder sarkomatöses Karzinom: Eine Gruppe seltener und aggressiver Krebserkrankungen, die durch diverse Zelltypen mit Sarkom-ähnlichen Merkmalen gekennzeichnet sind.

Kleinzelliger Lungenkrebs (SCLC)
SCLC macht etwa 15 % aller Lungenkrebsfälle aus und ist stark mit dem Rauchen assoziiert. Es ist bekannt für sein schnelles Wachstum und seine Tendenz, sich im Vergleich zu NSCLC schnell über das Lymphsystem und den Blutkreislauf im ganzen Körper auszubreiten.

Karzinoidtumor
Dies sind eine eigenständige und relativ seltene Art von Lungentumoren, die von neuroendokrinen Zellen ausgehen. Sie wachsen im Allgemeinen langsam.