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Das Nanoknife-Verfahren (Irreversible Elektroporation - IRE) beginnt unter Vollnarkose. Das chirurgische Team führt eine explorative Laparotomie durch, die einen Mittellinienschnitt umfasst, um Zugang zu den Bauchorganen zu erhalten und diese gründlich zu untersuchen. Bauchspeicheldrüse und Tumor werden freigelegt und für die IRE-Anwendung vorbereitet. Anschließend schließt sich das Team der interventionellen Radiologie dem Eingriff an. Unter Ultraschallführung werden die Tumorgrenzen und ihre Beziehungen zu umgebenden Gefäßen und Gängen präzise bestimmt. Anschließend werden mehrere spezielle Nadeln sorgfältig in den Pankreastumor platziert. Es ist entscheidend, dass diese Nadeln entlang der Tumorgrenzen positioniert, parallel ausgerichtet und nicht weiter als 2 cm voneinander entfernt sind. Nach Bestätigung der präzisen Platzierung der Nadeln mittels Ultraschall werden den Nadeln paarweise Hochspannungsimpulse (bis zu 3000 Volt / 50 Ampere) zugeführt, wodurch Tumorzellen effektiv zerstört werden, ohne thermische oder mechanische Schäden zu verursachen. Dieser Prozess, bekannt als Apoptose (programmierter Zelltod), unterscheidet sich von der Nekrose, die durch andere Ablationsmethoden hervorgerufen wird. Bei der Apoptose verlieren Tumorzellen ihre Lebensfähigkeit, aber ihre strukturelle Integrität bleibt erhalten. Diese Erhaltung der Zellstruktur ist entscheidend, da sie dauerhafte Schäden an angrenzenden vitalen Geweben wie Blutgefäßen, Nerven und Darm verhindert.