Die anfängliche Behandlung der Trigeminusneuralgie umfasst in der Regel Medikamente zur Schmerzlinderung. Wirksame Medikamente sind oft Antiepileptika. Viele Patienten erfahren mit diesen Medikamenten eine deutliche Schmerzreduktion. Wenn Medikamente die Schmerzen des Patienten wirksam kontrollieren, können sie langfristig eingesetzt werden. Obwohl die Medikamenteneinnahme während schmerzfreier Perioden pausiert werden kann, wird sie bei erneuten Anfällen wieder aufgenommen. Während der Behandlung müssen potenzielle Nebenwirkungen regelmäßig unter Aufsicht eines Spezialisten bewertet werden.

Im Laufe der Zeit kann die Wirksamkeit der Medikamente bei vielen Patienten nachlassen, und trotz der Behandlung können schwere Schmerzanfälle bestehen bleiben. In solchen Fällen sollten chirurgische Behandlungsoptionen in Betracht gezogen werden. Chirurgische Behandlungsoptionen umfassen die mikrovaskuläre Dekompression (MVD) und perkutane Verfahren, die über das Foramen ovale durchgeführt werden (wie Ballonkompression, Radiofrequenzablation oder chemische Injektionen). Die mikrovaskuläre Dekompression ist oft die bevorzugte anfängliche chirurgische Methode, insbesondere bei jüngeren Patienten mit radiologisch bestätigter Gefäßkompression des Trigeminusnervs. Diese Operation bietet Patienten das Potenzial für ein langfristiges, oft dauerhaft schmerzfreies Leben. Bei dieser Methode wird der Trigeminusnerv mittels mikrochirurgischer Techniken freigelegt, und blutgefäße, die den Nerv komprimieren, werden sorgfältig getrennt und mit einem speziellen Material gepolstert. Dies führt typischerweise in den meisten Fällen zu langfristigen schmerzfreien Perioden.

Ein weiterer chirurgischer Behandlungsansatz sind perkutane Verfahren, die über das Foramen ovale durchgeführt werden. Bei diesen Techniken wird ein Katheter durch den Mundwinkel, durch die Wange, eingeführt und über das Foramen ovale an der Schädelbasis zu einer Position nahe dem Trigeminusganglion geführt. Die Nervenablation wird dann mittels Ballonkompression, Radiofrequenz-Thermokoagulation oder chemischer Injektion (z. B. Glycerin oder Alkohol) erreicht. Diese perkutanen Methoden sind im Allgemeinen schneller durchzuführen und bergen geringere chirurgische Risiken im Vergleich zur mikrovaskulären Dekompression; jedoch kann die Dauer der Schmerzlinderung im Vergleich zur MVD kürzer sein.