Wenn ein Patient aufgrund von Symptomen einer Flüssigkeitsansammlung einen Arzt aufsucht, besteht die anfängliche Priorität darin, die zugrunde liegende Ursache genau zu diagnostizieren. Bei Flüssigkeitsansammlungen, die aus systemischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, rheumatischen Erkrankungen oder Nierenversagen resultieren, führt die Behandlung und Therapie der primären systemischen Erkrankung in der Regel zu einer spontanen Reduzierung der Flüssigkeit. Ist die Flüssigkeitsansammlung jedoch intrinsisch zur Lunge, verursacht durch Zustände wie Krebs, Lungenentzündung oder Lymphom, so sind sowohl die Entfernung der Flüssigkeit als auch die spezifische Behandlung des ursächlichen Faktors zwingend erforderlich. In Fällen, in denen die Flüssigkeitsansammlung ausschließlich auf eine Lungenentzündung zurückzuführen ist, kann die Drainage entweder durch ein Nadelverfahren, bekannt als Thorakozentese, oder durch das Einsetzen einer Brustdrainage, der sogenannten Thorakostomie mit Thoraxdrainage, erfolgen. Nach erfolgreicher Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung und vollständiger Beseitigung der Flüssigkeit wird die Brustdrainage entfernt, sodass der Patient sein normales Leben wieder aufnehmen kann.