Eine der Erkrankungen, die häufig mit einer Zwerchfelllähmung verwechselt werden, ist die Zwerchfelleventration. Dieser Zustand entsteht durch die Aufwärtsverlagerung und Dehnung des Zwerchfells, verursacht durch Faktoren, die den intraabdominellen Druck erhöhen, wie Adipositas, Schwangerschaft oder intraabdominelle Tumoren. Bei der Zwerchfelleventration ist die nervale Innervation des Zwerchfells zwar normal, doch seine mechanische Funktion wird aufgrund der übermäßigen Dehnung unzureichend, was zu Atemnot führen kann.
Eine weitere Erkrankung, die mit einer Zwerchfelllähmung verwechselt werden kann, ist die Zwerchfellhernie (Bruch). Eine Öffnung im Zwerchfell, die aus verschiedenen Gründen entsteht, führt zur Verlagerung von intraabdominellen Organen in die Brusthöhle. Diese Verlagerung erfolgt aufgrund des negativen Drucks in der Brusthöhle und des positiven Druckunterschieds in der Bauchhöhle. Folglich kann der Patient Atemnot entwickeln, und dieser Zustand kann klinisch einer Zwerchfelllähmung ähneln.