Die Diagnose von Skorbut basiert in erster Linie auf klinischen Symptomen und den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung. In Fällen, in denen die Befunde auf Skorbut hindeuten, ist eine beobachtete klinische Verbesserung durch Vitamin-C-Supplementierung ein starker Beweis, der die Diagnose unterstützt. Labortests können bei der Diagnose helfen, liefern aber nicht immer definitive Ergebnisse. Obwohl die Messung des Vitamin-C-Spiegels im Blutplasma ein wertvoller Indikator ist, spiegelt sie möglicherweise nicht die tatsächliche Menge an Vitamin C im Gewebe wider, da sie durch die jüngste Nahrungsaufnahme beeinflusst werden kann. Nüchtern-Plasma-Vitamin-C-Spiegel von 0,6 mg/dl und höher schließen in der Regel einen Mangel aus, während Werte unter 0,2 mg/dl auf einen erheblichen Mangel hindeuten. Werte in diesem Bereich können zu diagnostischer Unsicherheit führen. Die Messung der intrazellulären Vitamin-C-Spiegel in Leukozyten gilt als eine zuverlässigere Diagnosemethode, da sie weniger durch Ernährungsänderungen beeinflusst wird und die Gewebespiegel genauer widerspiegelt.