Die Behandlung der Agoraphobie wird individuell auf jede Person zugeschnitten, abhängig von Art und Schwere der spezifischen Symptome. Behandlungsansätze umfassen typischerweise Änderungen des Lebensstils wie Bewegung, Entspannungstechniken, die Etablierung einer gesunden Schlafhygiene, das Erkennen und Management von Stressfaktoren sowie das Verbringen von Zeit mit sozialen Unterstützungsgruppen (Familie und Freunde). Solche Ansätze können helfen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die meisten Patienten profitieren erheblich von psychologischen Therapien, einschließlich der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT).

Generell gelten Antidepressiva in der Behandlung der Agoraphobie als wirksamer als angstlösende Medikamente. Es gibt jedoch potenzielle Nebenwirkungen, derer sich Einzelpersonen vor Beginn einer Medikation bewusst sein sollten. Zum Beispiel können einige Antidepressiva verschiedene Nebenwirkungen wie Übelkeit, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Schwindel, Reizbarkeit, erhöhte Angst und verminderte Libido bei Erwachsenen hervorrufen.

Als wirksame Alternative zur Medikation hat sich die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) für viele Menschen, die unter Agoraphobie leiden, als vorteilhaft erwiesen. Durch KVT können Einzelpersonen wertvolle Fähigkeiten entwickeln, um angstbezogene Symptome besser zu managen und damit umzugehen.

Die Expositionstherapie ist eine populäre und effektive Methode bei der Behandlung der Agoraphobie. Bei dieser Therapie werden die Personen schrittweise und wiederholt mit den Situationen konfrontiert, die sie am meisten fürchten. Dieser Prozess führt im Laufe der Zeit zu einer Desensibilisierung, wodurch die Personen diese Situationen selbstbewusster bewältigen können. Eine Person, die zum Beispiel Angst hat, ihr Zuhause allein zu verlassen, könnte damit beginnen, einen Schritt vor die Tür zu setzen oder kurze Spaziergänge um ihr Zuhause herum zu machen.

Die Behandlung kann dadurch erschwert werden, dass Patienten aufgrund ihrer Agoraphobie Schwierigkeiten haben können, Termine wahrzunehmen. Aus diesem Grund können einige Therapeuten die ersten Sitzungen in den Häusern der Patienten abhalten.