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Um die zugrunde liegenden Ursachen von Herzrhythmusstörungen, wie z.B. Tachykardie, zu verstehen, ist es unerlässlich, das komplexe elektrische System des Herzens zu begreifen. Das Herz besteht aus vier Kammern: zwei oberen Kammern (Vorhöfe) und zwei unteren Kammern (Herzkammern). Ihr Herzschlag wird durch den Sinusknoten reguliert, der sich im rechten Vorhof befindet und als natürlicher Herzschrittmacher fungiert. Der Sinusknoten erzeugt elektrische Impulse, die jeden Herzschlag initiieren. Diese Impulse breiten sich über die Vorhöfe aus, wodurch sich die Vorhofmuskeln zusammenziehen und Blut in die unteren Kammern (Herzkammern) pumpen. Die elektrischen Impulse erreichen dann eine Zellgruppe, die als Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) bezeichnet wird. Der AV-Knoten verzögert die Signale leicht, bevor er sie an die Herzkammern weiterleitet. Diese Verzögerung ermöglicht ausreichend Zeit, damit sich die Herzkammern mit Blut füllen können. Sobald die elektrischen Impulse die Kammermuskeln erreichen, ziehen diese sich zusammen und pumpen Blut in die Lungen oder den Rest des Körpers. Jede Störung in diesem gut synchronisierten System kann dazu führen, dass das Herz zu schnell (Tachykardie), zu langsam (Bradykardie) oder mit einem unregelmäßigen Rhythmus schlägt.