Die Pick-Krankheit ist eine eigenständige Form der frontotemporalen Demenz, die durch einen spezifischen neuropathologischen Mechanismus gekennzeichnet ist. Alle Nerven- und Gehirnzellen enthalten Tau, ein entscheidendes Protein. Damit Tau-Proteine korrekt funktionieren können, müssen sie eine bestimmte dreidimensionale Struktur aufrechterhalten. Bei der Pick-Krankheit falten sich Tau-Proteine falsch und aggregieren, wodurch sich abnormale Klumpen in den Neuronen bilden. Diese Ansammlung schädigt und zerstört letztlich diese Zellen. Diese geschädigten Neuronen, bekannt als „Pick-Zellen“, erscheinen oft geschwollen und ballonartig. Zusätzlich sind charakteristische „Pick-Körperchen“ – dichte Einschlüsse von Tau-Protein-Verwicklungen – in den betroffenen Zellen unter dem Mikroskop sichtbar. Das Vorhandensein von Pick-Zellen und Pick-Körperchen ist pathognomonisch für die Pick-Krankheit. Während der genaue Grund für die Fehlfaltung der Tau-Proteine weitgehend unbekannt bleibt, haben Forscher Zusammenhänge mit bestimmten genetischen Mutationen identifiziert. Die meisten Fälle der Pick-Krankheit sind jedoch sporadisch und nicht erblich.