Ein erhöhtes Körpergewicht, insbesondere ein BMI über 30, ist mit einer Abnahme der Lebendgeburtenraten nach einer IVF-Behandlung verbunden. Für übergewichtige Frauen wird dringend empfohlen, vor der Durchführung einer IVF abzunehmen, um die Chancen auf eine Empfängnis und eine erfolgreiche Schwangerschaft zu verbessern. Studien mit übergewichtigen und fettleibigen Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und Unfruchtbarkeit haben nach Lebensstiländerungen und Gewichtsreduktion verbesserte Ovulations- und Lebendgeburtenraten gezeigt.
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. Bevorzugen Sie Lebensmittel, die arm an ungesunden Fetten und reich an Proteinen, Eisen, Magnesium, Kalzium und Kalium sind. Grünes Blattgemüse ist äußerst vorteilhaft. Nehmen Sie Lebensmittel auf, die die Fruchtbarkeit unterstützen, wie solche, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind (z. B. Avocado, Lachs, Nüsse), Eier, Bohnen und Vollkornprodukte. Umgekehrt ist es ratsam, zuckerreiche und verarbeitete Lebensmittel zu begrenzen oder zu vermeiden.
Regelmäßige körperliche Aktivität wird dringend empfohlen. Die American Heart Association empfiehlt an fünf Tagen pro Woche mindestens 30 Minuten moderate Bewegung, einschließlich jeder Aktivität, die Ihre Herzfrequenz erhöht. Konsequente Bewegung kann helfen, den Blutdruck zu kontrollieren, Diabetes zu bekämpfen und die Chancen auf einen IVF-Erfolg erheblich zu verbessern.
Rauchen hat einen schädlichen Einfluss auf die Qualität von Eizellen und Spermien. Frauen, die rauchen, benötigen oft höhere Dosen von Hormonmedikamenten zur Eierstockstimulation und möglicherweise mehr IVF-Zyklen im Vergleich zu Nichtraucherinnen. Daher wird Paaren, die eine IVF-Behandlung planen, dringend empfohlen, vor Beginn des Prozesses mit dem Rauchen aufzuhören, um die Schwangerschaftschancen zu verbessern.
Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine übermäßige Koffeinaufnahme die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis durch IVF verringern kann. Studien empfehlen Frauen, ihren Konsum auf nicht mehr als drei Tassen Kaffee oder das Äquivalent an Koffein pro Tag zu beschränken.
Eine pränatale Multivitamin-Supplementierung wird oft vor der Schwangerschaft empfohlen. Über Standard-Multivitamine hinaus können je nach Ursache der Unfruchtbarkeit bei beiden Partnern spezifische adjuvante Therapien vorteilhaft sein. Bei Frauen wird angenommen, dass Androgene (wie DHEA und Testosteron) und Antioxidantien (wie Coenzym Q10) die Eizellqualität positiv beeinflussen. Bei Männern werden häufig Antioxidantien-Supplements (z. B. L-Carnitin) vorgeschlagen, um DNA-Schäden an Spermien zu reduzieren und deren Qualität zu verbessern.
Stress kann das Fortpflanzungspotenzial eines Individuums negativ beeinflussen, indem er das Hormon-, Zentralnerven- und Immunsystem beeinträchtigt. Während chronischer Stress die gesamte Fortpflanzungsleistung beeinflusst, kann akuter Stress, insbesondere während des Eisprungs, zu unerwünschten Ergebnissen führen. Stress kann die Sekretion des Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH) aus dem Hypothalamus reduzieren, was anschließend die Freisetzung von luteinisierendem Hormon (LH), follikelstimulierendem Hormon (FSH) aus der Hypophyse und Östrogen aus den Eierstöcken verringert, die alle nachteilige Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben. Daher ist ein effektives Stressmanagement entscheidend. Aktivitäten wie Akupunktur, Yoga, Massage, Meditation, Spazierengehen und Tagebuchschreiben können hilfreich sein, um mit Stress umzugehen.