Das Dumping-Syndrom ist ein Zustand, der auftritt, wenn der Mageninhalt ungewöhnlich schnell in den Dünndarm entleert wird. Dieser schnelle Übergang führt zu frühzeitigen Verdauungssymptomen. Die häufigste Ursache sind in der Regel chirurgische Eingriffe am Magen oder an der Speiseröhre. Während Adipositas-Chirurgie (z. B. Magenbypass) ein häufiger Auslöser für dieses Syndrom ist, können auch Operationen wie die Gastrektomie (Entfernung eines Teils oder des gesamten Magens, typischerweise zur Behandlung von Magenkrebs) und die Ösophagektomie (Entfernung eines Teils oder der gesamten Speiseröhre, typischerweise zur Behandlung von Speiseröhrenkrebs) ein Dumping-Syndrom verursachen. Daher ist die Annahme, dass das Syndrom ausschließlich mit der Adipositas-Chirurgie zusammenhängt, falsch. Darüber hinaus können auch einige zugrunde liegende medizinische Bedingungen oder Verdauungsstörungen ohne chirurgischen Eingriff zum Dumping-Syndrom führen.