Die Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms (TTS) umfasst in der Regel sowohl nicht-chirurgische als auch chirurgische Ansätze, abhängig von der Schwere der Erkrankung und dem Ansprechen auf erste Interventionen.

Nicht-Chirurgische Behandlungen:
Die anfängliche Behandlung konzentriert sich oft auf konservative Methoden, die darauf abzielen, Schmerzen, Entzündungen und Nervenkompression zu reduzieren. Dazu gehören:
* Ruhe und Aktivitätsanpassung: Einschränkung von Aktivitäten, die die Symptome verschlimmern, und Sicherstellung ausreichender Ruhe für den betroffenen Fuß.
* Eisanwendung: Auftragen von Eispackungen für bis zu 20 Minuten mehrmals täglich, um Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren.
* Kompression und Hochlagerung: Verwendung von stützenden elastischen Bandagen um den Knöchel und Hochlagerung des Fußes über Herzhöhe, um Schwellungen zu minimieren.
* Medikamente: Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs) wie Ibuprofen können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Orale Steroide oder Steroidinjektionen können für schwerere Fälle verschrieben werden.
* Immobilisierung: Schienen, Gipse oder Orthesen können verwendet werden, um Fuß und Knöchel zu stabilisieren und die Nervenheilung zu fördern.
* Orthesen und Schuhmodifikation: Maßgefertigte Schuheinlagen (Orthesen) können helfen, die richtige Fußgewölbestütze aufrechtzuerhalten und Bewegungen zu reduzieren, die den Nerv komprimieren. Auch Änderungen der Schuhe können empfohlen werden.

Chirurgische Behandlungen:
Ein chirurgischer Eingriff wird in Betracht gezogen, wenn konservative Behandlungen nach 3 bis 6 Monaten keine ausreichende Linderung bringen. Das primäre chirurgische Verfahren ist die Tarsaltunnel-Release, die darauf abzielt, den Schienbeinnerv zu dekomprimieren, indem die den Tarsaltunnel bildenden Strukturen gelöst werden.
* Details des Verfahrens: Unter Vollnarkose durchgeführt, dauert dieser Eingriff in der Regel 35-40 Minuten. Er beinhaltet einen kleinen Schnitt an der Fußsohle, um Zugang zum eingeengten Bereich um den Nerv zu erhalten und diesen zu lösen. Der Chirurg stellt vor Abschluss der Operation eine vollständige Nervendekompression sicher.
* Postoperative Erholung: Dies wird allgemein als ein unkompliziertes Verfahren mit einer hohen Erfolgsquote angesehen. Patienten können nach der Operation frühzeitig mit der Mobilisierung beginnen. Eine teilweise Belastung ist bis zur Hautheilung erlaubt, gefolgt von einer vollständigen Belastung. Eine Ruhepause von etwa 10 Tagen bis 2 Wochen ist in der Regel ausreichend, bevor Patienten schmerzfrei gehen können. Die meisten Patienten können nach zwei Wochen bequem an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.