Bei der Fallot-Tetralogie ist ein unzureichender Blutfluss zu den Lungen aufgrund einer schweren Obstruktion des rechtsventrikulären Ausflusstrakts ein entscheidendes Merkmal. Dieser Zustand führt zu einem Abfall des Sauerstoffgehalts im Blut, was bei Kindern zu Zyanose (bläuliche Verfärbung) an Zunge, Lippen und Nägeln führt. Diese zyanotischen Episoden werden als „Tet-Spells“ oder „Hypoxische Anfälle“ bezeichnet. Obwohl diese Anfälle manchmal spontan auftreten können, kann ihre Schwere zunehmen, insbesondere in Situationen, die den pulmonalen Blutfluss weiter reduzieren können, wie Weinen oder Stuhlgang, und sie treten im Allgemeinen häufiger morgens auf. Verschiedene Maßnahmen werden bei Kindern ergriffen, um diesen Attacken vorzubeugen. Anämie wird, falls vorhanden, korrigiert, und es ist wichtig, übermäßiges Weinen zu vermeiden. Bei wiederkehrenden oder schweren Tet-Spells können Medikamente eingesetzt werden, die helfen, den rechtsventrikulären Ausflusstrakt zu erweitern. Wenn sich die zyanotischen Anfälle trotz Medikation nicht bessern, ist dies zudem ein wichtiger Indikator dafür, dass der Zeitpunkt für eine chirurgische Intervention gekommen ist.