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Sichelzellenanämie ist eine erbliche Blutkrankheit, die die roten Blutkörperchen betrifft, welche für den Sauerstofftransport zu den Körpergeweben verantwortlich sind. Bei Personen mit Sichelzellenanämie ist dieser Sauerstoffversorgungsprozess gestört. Normalerweise sind rote Blutkörperchen, die gesundes Hämoglobin enthalten, glatt, scheibenförmig und flexibel, wodurch sie sich leicht durch die Blutgefäße bewegen können. Bei Sichelzellenanämie enthalten die roten Blutkörperchen jedoch einen abnormalen Hämoglobintyp, der sie steif und klebrig macht. Wenn diese Zellen Sauerstoff verlieren, nehmen sie eine charakteristische sichelförmige Gestalt an. Diese starren, sichelförmigen Zellen können sich verklumpen, kleine Blutgefäße verstopfen und den Fluss von gesundem, sauerstoffreichem Blut behindern. Darüber hinaus leben gesunde rote Blutkörperchen typischerweise bis zu 120 Tage, während Sichelzellen eine deutlich kürzere Lebensdauer haben und nur 10 bis 20 Tage überleben. Ihre ungewöhnliche Form und Steifigkeit machen sie auch anfälliger für die Zerstörung durch die Milz.