Das Thoracic-outlet-Syndrom (TOS) kann mithilfe mehrerer spezifischer körperlicher Untersuchungstests diagnostiziert werden. Einige der häufig beschriebenen Tests sind:

Adson-Test:
Dieser Test beurteilt die Kompression der Arteria subclavia durch die anterioren und mittleren Skalenusmuskeln.
Vorgehen:
1. Der Patient atmet tief ein.
2. Der Patient streckt den Nacken nach hinten.
3. Der Patient dreht den Kopf zur betroffenen Seite.
4. Der Untersucher überwacht den Radialispuls.
Ein positives Ergebnis, gekennzeichnet durch die Verminderung oder das Verschwinden des Radialispulses, deutet auf eine arterielle Kompression hin. Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Test bei bis zu 50 % der asymptomatischen Personen positiv sein kann.

Kostoklavikuläres Manöver:
Der Patient zieht und senkt seine Schultern nach hinten und unten (ähnlich der Haltung beim Tragen eines schweren Rucksacks). Der Untersucher überwacht den Radialispuls. Ein positiver Befund (verminderter oder fehlender Puls) deutet auf eine Kompression im kostoklavikulären Raum hin.

Hyperabduktionsmanöver (Wright-Test):
Dieser Test beurteilt die Kompression im subkorakoidalen Raum oder durch den Musculus pectoralis minor.
Vorgehen:
1. Der Arm des Patienten wird passiv oder aktiv um 180 Grad abduziert und extern rotiert.
2. Der Untersucher überwacht den Radialispuls.
Ein positives Ergebnis ist durch die Verminderung oder das Verschwinden des Radialispulses gekennzeichnet und deutet auf eine Kompression der Arteria axillaris hin.

Allen-Zeichen (TOS-Variante):
Dieser Test beinhaltet die Positionierung des Arms des Patienten mit 90 Grad Abduktion, gebeugtem Ellbogen und extern rotierter Arm, während der Kopf zur kontralateralen Seite gedreht wird. Der Untersucher palpiert dann den Radialispuls. Ein verminderter oder fehlender Puls gilt als positiver Befund.

Zusätzlich zu diesen körperlichen Untersuchungsmanövern können diagnostische Bildgebungsverfahren und elektrophysiologische Studien wie Röntgenaufnahmen, Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Elektromyographie (EMG) eingesetzt werden, um die Diagnose zu bestätigen oder andere Erkrankungen auszuschließen.