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Die Geschichte der Cholera-Pandemien beginnt mit dem Ausbruch der ersten globalen Epidemie Anfang des 19. Jahrhunderts im Gangesdelta, Indien, insbesondere in der Region Jessore. Die Krankheit verbreitete sich schnell entlang der Handelsrouten und betraf einen erheblichen Teil Indiens, Myanmars und Sri Lankas. In den letzten 200 Jahren wurden sieben große Cholera-Pandemien registriert, von denen die siebte derzeit noch andauert. Heute ist Cholera in Regionen wie Afrika, Südostasien, der Umgebung Indiens und Haiti weiterhin endemisch. Weltweit werden jährlich schätzungsweise 1,3 bis 4 Millionen Cholera-Fälle gemeldet, die zu 21.000 bis 143.000 Todesfällen führen. Der kritische Zusammenhang zwischen Cholera und kontaminiertem Wasser wird durch den Londoner Ausbruch von 1854 eindrucksvoll veranschaulicht. In dieser Zeit kartierte Dr. John Snow die geografische Verteilung der Epidemiefälle und identifizierte eine Wasserpumpe in der Broad Street als Hauptquelle des Ausbruchs. Die Versiegelung dieser Pumpe führte zur erfolgreichen Kontrolle der Epidemie.