Knieersatzoperationen und Stammzelltherapien dienen unterschiedlichen Zwecken und werden im Allgemeinen nicht als austauschbare Behandlungsalternativen betrachtet. Die Stammzelltherapie wird typischerweise Patienten über 60 Jahren nicht empfohlen, hauptsächlich weil es in dieser Altersgruppe erheblich schwieriger wird, eine ausreichende Menge und Qualität an Stammzellen zu gewinnen. Patienten, die einen Knieersatz benötigen, weisen in der Regel umfangreiche Schäden auf, die mehrere Komponenten des Kniegelenks betreffen. Im Gegensatz dazu werden Stammzellapplikationen im Allgemeinen in Fällen bevorzugt, in denen der Knorpelschaden auf einen bestimmten Teil des Knies lokalisiert ist und andere Gelenkstrukturen gesund bleiben. Die grundlegenden therapeutischen Prinzipien der Stammzellbehandlung unterscheiden sich erheblich von denen des Knieersatzes. Während bestimmte Injektionen, wie z.B. Hyaluronsäure, eine Option für Patienten sein können, die sich keiner Knieersatzoperation unterziehen können, ist die Stammzelltherapie in solchen Szenarien oft nicht die bevorzugte Wahl. Die Stammzellbehandlung ist am besten für begrenzte Knorpeldefekte geeignet, wohingegen Patienten, die für einen Knieersatz infrage kommen, eine weit verbreitete Gelenk- und Knorpeldegeneration aufweisen.