Maligne Speicheldrüsentumore werden basierend auf ihrem klinischen Verhalten, ihrer Ausbreitungsgeschwindigkeit und ihren strukturellen Merkmalen in niedrig-, mittel- und hochgradige Tumore eingeteilt. Hochgradige Tumore sind im Allgemeinen aggressiver, neigen dazu, umliegendes Gewebe zu infiltrieren und sich auf die Halslymphknoten auszubreiten, und bergen ein höheres Risiko für Fernmetastasen.

Die primäre Behandlung von malignen Speicheldrüsentumoren ist die chirurgische Entfernung. Während der Operation ist es entscheidend, den Tumor mit einem weiten Sicherheitsabstand zu entfernen, der auch gesundes, tumorfreies Gewebe um ihn herum umfasst. Kritische Nerven, wie der Fazialisnerv und die Nerven, die für die Zungenempfindung verantwortlich sind, müssen erhalten bleiben, es sei denn, sie sind direkt vom Tumor betroffen. Wenn eine Tumorausbreitung in die Halslymphknoten festgestellt wird oder bei Tumoren mit hohem Metastasierungsrisiko in diese Knoten, auch ohne offensichtlichen Befall, werden die benachbarten Lymphknoten ebenfalls chirurgisch entfernt (Halsdissektion).

Eine Strahlentherapie kann bei sehr kleinen Tumoren selten als alleinige Hauptbehandlungsoption in Betracht gezogen werden. Bei größeren Tumoren oder solchen mit hohem Rezidiv-/Ausbreitungsrisiko wird die Strahlentherapie jedoch häufiger nach der Operation im Operationsgebiet angewendet, um ein lokales Rezidiv zu verhindern.

Pharmakologische Behandlungen (Chemotherapie) können bei Patienten bevorzugt werden, die aufgrund anderer Gesundheitsprobleme nicht für eine Operation geeignet sind, oder in Fällen, in denen der Tumor eine fortgeschrittene regionale Ausbreitung und/oder Fernmetastasen aufweist.