Die chirurgische Behandlung von Osteoid-Osteom-Tumoren erfolgt typischerweise mittels der traditionellen offenen Operationsmethode. Nach Lokalisierung des Tumors wird ein Schnitt in die darüberliegende Haut und das Weichgewebe gemacht, um Zugang zum Tumor zu erhalten. Ein kritischer Punkt bei dieser Operation ist die vollständige Exzision des Tumors, der oft recht klein ist. Wird der Tumor nicht vollständig entfernt, besteht aufgrund des fortschreitenden Knochenwachstums das Risiko eines Rezidivs. Ein Nachteil dieser chirurgischen Methode ist die Notwendigkeit, 1-2 cm gesundes Knochengewebe um den Tumor herum zu entfernen. In Fällen, in denen die Exzision umfangreicher als erwartet ist, können orthopädische Implantate wie Schrauben oder Platten in den Bereich eingesetzt werden, um die Integrität der Knochenstruktur zu erhalten und das Frakturrisiko zu verhindern. Die nach der Operation entnommene Gewebeprobe muss zur pathologischen Untersuchung eingeschickt werden, um die endgültige Diagnose zu bestätigen. Postoperativ ist es wichtig, den Bereich mittels Computertomographie (CT) zu überprüfen, um sicherzustellen, dass der Tumor vollständig entfernt wurde.