Die Diagnose von Mundkrebs beginnt in der Regel mit einer körperlichen Untersuchung. Bei Routinekontrollen kann ein Zahnarzt oder Arzt abnormale Gewebeveränderungen, wie Knoten oder Läsionen, im Mund feststellen, unabhängig davon, ob Symptome vorliegen.
Die direkte Untersuchung einer verdächtigen Läsion, oft gefolgt von einer Biopsie, ist entscheidend für die Bestätigung der Diagnose. Sobald Mundkrebs diagnostiziert wurde, werden weitere Tests durchgeführt, um das Stadium, die Größe des Tumors und eine mögliche Ausbreitung über die Mundhöhle hinaus zu bestimmen. Diese diagnostischen Tests können umfassen:
* MRT-Scan des Kopfes und Halses.
* CT-Scan des Brustkorbs zur Überprüfung auf Krebs in den Lymphknoten.
* Positronen-Emissions-Tomographie (PET)-Scan, um Krebs in anderen Körperbereichen zu erkennen.
* Endoskopie (mittels eines Rohrs mit einer kleinen Kamera, das durch den Hals eingeführt wird), um Kehlkopf, Speiseröhre und Lunge zu untersuchen.
Mundkrebsbehandlung
Die Behandlungsstrategien für Mundkrebs werden auf den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, den primären Tumorort und das Stadium des Krebses zugeschnitten.
Chirurgischer Eingriff: Dies ist die häufigste Behandlung für Mundkrebs und beinhaltet die Entfernung des Tumors zusammen mit einem Rand des umliegenden gesunden Gewebes. Wenn sich Krebszellen auf regionale Lymphknoten ausgebreitet haben, werden diese Knoten ebenfalls entfernt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die zunehmende Anwendung der robotergestützten Chirurgie stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Mundkrebsbehandlung dar.
Strahlentherapie: Hochenergetische Röntgenstrahlen werden verwendet, um Krebszellen zu zerstören. Bei einigen kleinen Tumoren kann die Strahlentherapie die primäre Behandlung sein. Sie wird auch häufig nach der Operation eingesetzt, um verbleibende mikroskopische Krebszellen zu eliminieren. In Fällen, in denen eine Heilung nicht möglich ist, kann die Strahlentherapie Symptome wie Blutungen oder Schluckbeschwerden wirksam lindern.
Chemotherapie: Diese Behandlung kann vor der Operation verabreicht werden, um Tumore zu verkleinern und ihre Entfernung zu erleichtern. Bei Tumoren, die zu groß für eine chirurgische Entfernung sind, kann eine Chemotherapie, oft in Kombination mit Strahlentherapie, zur Symptombehandlung beitragen.
Behandlung nach Stadium:
Mundkrebs im Frühstadium (Stadium I und II), gekennzeichnet durch Tumore, die typischerweise kleiner als 4 Zentimeter sind und sich nicht auf die Lymphknoten ausgebreitet haben, hat eine deutlich bessere Prognose. Diese Stadien sind oft mit Chirurgie, Strahlentherapie oder einer Kombination aus beidem behandelbar.
Fortgeschrittene Mundkrebsstadien (Stadium III und IV) erfordern umfassendere Behandlungen, einschließlich komplexer chirurgischer Eingriffe, Strahlentherapie, Chemotherapie oder eine Kombination davon. Eine gezielte medikamentöse Therapie kann ebenfalls eingesetzt werden, entweder allein oder in Verbindung mit Chemo- und/oder Strahlentherapie.
Immuntherapie: Dieser Ansatz nutzt Medikamente, die das Immunsystem des Körpers zur Krebsbekämpfung stärken. Immuntherapie wird typischerweise für Personen mit fortgeschrittenem Mundkrebs in Betracht gezogen, der nicht auf Standardbehandlungen angesprochen hat.