Die psychosomatische Symptomstörung (früher als somatoforme Störung bekannt) wird bei Frauen häufiger beobachtet als bei Männern. Einige Studien deuten darauf hin, dass patriarchale Gesellschaftsstrukturen und die Erziehung von Frauen in passiveren Rollen von Kindheit an zur höheren Inzidenz von Somatisierungsstörungen bei Frauen beitragen könnten. Darüber hinaus ist diese Störung in niedrigeren sozioökonomischen und kulturellen Schichten häufiger und wird in westlichen Kulturen seltener, in östlichen Kulturen jedoch häufiger beobachtet. Die allgemeine Prävalenz der psychosomatischen Symptomstörung in der Bevölkerung wird auf 5% bis 7% geschätzt. Symptome können in jedem Alter auftreten, werden aber am häufigsten zwischen 20 und 30 Jahren festgestellt. Als Gründe für die 5- bis 10-fach höhere Prävalenz bei Frauen im Vergleich zu Männern werden geschlechtsbedingte biologische Unterschiede und kulturelle Einflüsse vermutet.