Die rheumatische Herzkrankheit (RHK) ist vermeidbar. Sie entsteht hauptsächlich als Komplikation von unbehandelten oder unzureichend behandelten Streptokokkeninfektionen, wie zum Beispiel Mandelentzündungen. Um RHK zu verhindern, ist es entscheidend, diese Infektionen zu vermeiden oder sie bei Auftreten umgehend und wirksam mit Antibiotika zu behandeln. Selbst wenn sich die Symptome innerhalb weniger Tage bessern, ist es unerlässlich, den vollständigen Antibiotikakurs wie verschrieben abzuschließen, um die Infektion vollständig zu beseitigen. Unbehandelte oder unvollständig behandelte Streptokokkeninfektionen erhöhen das Risiko, rheumatisches Fieber zu entwickeln, erheblich, was dann zu RHK führen kann. Kinder, die wiederholt Streptokokken-Halsinfektionen bekommen, sind am stärksten gefährdet. Personen mit einer Vorgeschichte von rheumatischem Fieber haben ebenfalls ein erhöhtes Wiedererkrankungsrisiko, wenn sie anschließend eine Streptokokken-Halsentzündung, Scharlach oder bestimmte Hautinfektionen entwickeln.
Bei Patienten, die mit einer rheumatischen Herzklappenerkrankung diagnostiziert wurden, sind regelmäßige Nachuntersuchungen erforderlich, um den Zustand des Herzens und seiner Klappen zu überwachen. Abhängig vom Ausmaß der Herzschädigung können bestimmte Aktivitätseinschränkungen empfohlen werden.