Eine Knieprothese (Kniegelenkersatzoperation) ist eine Behandlungsmethode, die bei Patienten mit fortgeschrittenem Gelenkverschleiß, medizinisch als Osteoarthritis bekannt, angewendet wird. Obwohl im Türkischen umgangssprachlich oft von „Kireçlenme“ (Verkalkung) die Rede ist, was fälschlicherweise mit Mineralablagerungen in Verbindung gebracht wird, bezieht es sich tatsächlich auf die Verschlechterung des Gelenkknorpels.

Die Enden unserer Knochen sind von Gelenkknorpel bedeckt, einem festen, glatten und glänzenden Gewebe, das eine reibungslose Gelenkbewegung ermöglicht. Im Laufe der Zeit kann dieses lebenswichtige Knorpelgewebe aus verschiedenen Gründen wie Alterung, Infektionen, Traumata oder rheumatischen Erkrankungen verschleißen. Wenn die Knorpelstruktur verschleißt oder reißt, beginnen die Knochen direkt aneinander zu reiben, was zu den Symptomen und dem Fortschreiten der Osteoarthritis führt.

Die Hauptursachen für eine schwere Gelenkzerstörung, die einen Kniegelenkersatz erforderlich macht, sind:
* Primäre Osteoarthritis: Dies ist die häufigste Ursache, gekennzeichnet durch progressiven Verschleiß des Kniegelenks ohne klare zugrunde liegende Ursache.
* Rheumatische Erkrankungen: Zustände wie rheumatoide Arthritis können erhebliche Gelenkschäden verursachen.
* Posttraumatische Arthritis: Intraartikuläre Frakturen oder schwere Verletzungen können zu langfristigen Knorpelschäden führen.
* Postinfektiöse Arthritis: Frühere Gelenkinfektionen können den Knorpel schwer schädigen und zu fortgeschrittenem Verschleiß führen.

Eine Knieprothese wird als Option für Patienten in Betracht gezogen, die aufgrund fortgeschrittenen Knieknorpelverschleißes unter starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Reibungsgefühlen, knackenden Geräuschen im Knie oder Gehbeschwerden leiden und bei denen konservative Behandlungen wie Physiotherapie, intraartikuläre Injektionen (z. B. PRP, Stammzelltherapie) keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben.