Historisch gesehen umfasste die Behandlung maligner Knochentumoren oft die Amputation von Gliedmaßen. Mit Fortschritten in den chirurgischen Techniken und der Chemotherapie wurden gliedmaßenerhaltende Verfahren, die häufig Prothesenimplantate verwendeten, zum Standard. Bedenken hinsichtlich der Langlebigkeit und der Kosten von Prothesen haben jedoch das zunehmende Interesse an biologischen Rekonstruktionsmethoden geweckt.

Flüssigstickstoff (Kryotherapie) bei der Behandlung maligner Knochentumoren bietet mehrere wesentliche Vorteile:

1. Langfristige autologe Integration: Obwohl der Heilungsprozess langsamer sein kann als bei der Prothesenchirurgie, profitieren Patienten davon, ihr ganzes Leben lang mit ihrem eigenen, nativen Knochen zu leben. Dies ist ein entscheidender Vorteil, insbesondere für pädiatrische Patienten, da es den Bedarf an mehreren Revisionen, die mit Prothesenimplantaten verbunden sind, minimiert.
2. Erhaltung des Knochenbestands: Wiederholte Prothesenrevisionen können zu erheblichen Knochendefekten führen und potenziell ein geeignetes Knochenvolumen für zukünftige Rekonstruktionsoptionen erschöpfen. Die Kryotherapie hilft, die eigene Knochenstruktur des Patienten zu erhalten und umgeht dieses Problem.
3. Reduziertes langfristiges Infektionsrisiko: Obwohl ein anfängliches Infektionsrisiko besteht, nimmt dieses nach den ersten Monaten erheblich ab. Im Gegensatz dazu erfordern Protheseninfektionen oft die vollständige Entfernung des Implantats, was zu erheblichen finanziellen Kosten und einem weiteren Verlust von gesundem Knochengewebe führt.
4. Vollständige funktionelle Wiederherstellung: Patienten müssen während der anfänglichen Knochenheilungsphase Vorsicht walten lassen. Sobald die Heilung abgeschlossen ist, typischerweise innerhalb von 1 bis 2 Jahren, können Patienten alle Aktivitäten, einschließlich aggressiver Sportarten, ohne langfristige Einschränkungen wieder vollständig aufnehmen.