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Die Mediastinoskopie ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren bei Thoraxerkrankungen zur Untersuchung mediastinaler Tumoren. Dabei wird mit einem speziellen Instrument in den Mediastinum, den Raum zwischen Herz und Lunge, eingedrungen. Der Eingriff erfolgt über den Hals des Patienten, wobei man von außen an der Luftröhre vorbei in den Raum vordringt. Von dort wird eine Biopsie entnommen. Die Mediastinoskopie ist neben Methoden wie Computertomographie und Nuklearmedizin eine zuverlässige Untersuchungsmethode. Charakteristisch für das Verfahren ist die Durchführung unter Allgemeinanästhesie. Die Untersuchung erfolgt mit einem Mediastinoskop, einem langen, dünnen und flexiblen Tubus mit einer kleinen Kamera. Der Facharzt untersucht die Strukturen im und um den Mittelfellraum. Die kameragestützten Bilder werden am Computer gespeichert. Bei wichtigen Erkrankungen wie Lungenkrebs, Lymphom, Sarkoidose, mediastinalen Tumoren spielt die Mediastinoskopie eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Behandlungsstrategie. In letzter Zeit gilt die Mediastinoskopie neben bildgebenden Verfahren wie PET als Goldstandard. Morbidität und Mortalität sind niedrig.