Eine effektive Behandlung der somatoformen Störung (somatische Symptomstörung) erfordert einen umfassenden Ansatz, der die psychologischen, sozialen und kulturellen Faktoren identifiziert, die die somatischen Symptome beeinflussen. Die Erklärung, wie die Störung eine "funktionale" Rolle im Leben des Patienten spielen könnte, kann ihn befähigen, seinen körperlichen Stress aktiv zu bewältigen und notwendige Anpassungen vorzunehmen.

Eine starke, auf Vertrauen basierende therapeutische Beziehung ist von größter Bedeutung, insbesondere für Patienten, die sich im Gesundheitssystem möglicherweise übersehen oder abgewiesen gefühlt haben. Bei vielen Kindern, die mit dieser Störung diagnostiziert werden, tritt die Genesung oft im späten Jugend- oder frühen Erwachsenenalter ein, was die kritische Bedeutung einer positiven und robusten Beziehung zwischen Psychologe und Patient zusätzlich unterstreicht.

In der Psychotherapie wird die Wahl des Behandlungsansatzes sorgfältig auf die Toleranz des Patienten gegenüber psychosomatischen Symptomen, seine Fähigkeit zur Beteiligung an der Behandlung und eine gründliche Gesamtbeurteilung abgestimmt. Zu den wichtigsten therapeutischen Zielen gehören typischerweise: die Reduzierung der Anzahl und Schwere psychosomatischer Symptome, die Verbesserung der Funktionsfähigkeit bei alltäglichen Aktivitäten, die Stärkung emotionaler Bewältigungsfähigkeiten und die Linderung von gleichzeitig auftretenden Angst- oder depressiven Symptomen.

Obwohl die Psychotherapie eine etablierte Behandlung für diese Patienten ist, können Einzelpersonen manchmal Schwierigkeiten haben zu verstehen, wie "Gesprächstherapie" körperliche Symptome lindern kann. Dennoch zeigt die Forschung durchweg den positiven Einfluss der Psychotherapie, insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), auf Patienten mit somatischen Symptomen und verwandten Störungen. Therapeutische Interventionen umfassen oft die Erkundung der Erfahrungen und Gedankenmuster des Patienten, das Infragestellen unhilfreicher Überzeugungen, die Förderung des Selbstbewusstseins, die Verbesserung der mentalen Funktion und die Modifikation schädlicher Verhaltensmuster.

Neben der Psychotherapie ist die Förderung eines gesunden Lebensstils entscheidend. Dies umfasst die Förderung regelmäßiger körperlicher und sozialer Aktivität, die Gewährleistung eines konstanten Schlafs und die Integration entspannender Hobbys in den Tagesablauf. Bei Bedarf kann die Zugabe von antidepressiven Medikamenten empfohlen werden, insbesondere wenn Schmerz ein dominantes Symptom ist, da dies eine erhebliche Linderung bieten kann. Die Pharmakotherapie ist auch vorteilhaft, wenn eine zugrunde liegende Komorbidität, wie eine Angststörung oder depressive Störung, mit der somatoformen Störung einhergeht.