Trichotillomanie (Haarziehstörung) kann durch verschiedene Risikofaktoren wie chronischen Stress, genetische Veranlagungen und mangelnde Problemlösungsfähigkeiten beeinflusst werden. Die spezifische Wechselwirkung dieser Faktoren und die Ausprägung der Störung können von Person zu Person erheblich variieren.

Die Diagnose der Trichotillomanie wird durch eine umfassende Patientenuntersuchung und eine detaillierte Anamnese gestellt. Es sollte berücksichtigt werden, dass Patienten während des Diagnose- und Bewertungsprozesses Scham, Spott oder Schuldgefühle erleben können. Die Beurteilung untersucht systematisch Faktoren wie den Schweregrad, die Häufigkeit und Dauer des Haareziehens, die Menge der gezogenen Haare, die charakteristischen Merkmale des Impulses und alle gleichzeitig auftretenden medizinischen oder psychologischen Erkrankungen. Psychologische Tests und Skalen können in diesem Prozess ebenfalls eingesetzt werden.

Eine genaue Diagnose ist für eine wirksame Behandlung von entscheidender Bedeutung. Der klinische Bewertungsprozess wird von Spezialisten in professionellen klinischen Umgebungen durchgeführt. Obwohl die in dieser Bewertung verwendeten psychologischen Tests und Skalen variieren können, werden sie unter Berücksichtigung ihrer Eignung und kulturellen Anpassung für Patienten in der Türkei ausgewählt.