In der Behandlung von neuroendokrinen Tumoren (NET) sind Somatostatin-Analoga (SSA) synthetische Derivate des Somatostatinhormons. Diese Medikamente haben das Potenzial, das Tumorwachstum bei Somatostatinrezeptor-positiven Tumoren zu unterdrücken und das Fortschreiten des Tumors bei metastasierten neuroendokrinen Karzinomen zu verlangsamen oder zu stoppen. Sie kontrollieren auch effektiv Symptome, die durch von Tumoren ausgeschüttete Hormone verursacht werden (z. B. Rötungen, Durchfall und pfeifende Atmung beim Karzinoidsyndrom). Insbesondere bei Patienten mit Karzinoidtumoren können SSA wie Octreotid prophylaktisch oder therapeutisch eingesetzt werden, um Komplikationen zu verhindern und zu behandeln, die durch die Freisetzung von Serotonin und anderen vasoaktiven Hormonen während chirurgischer Eingriffe entstehen.