Bei Personen mit Turner-Syndrom (TS) können verschiedene Gesundheitsprobleme auftreten.

Herz-Kreislauf-Probleme: Es können lebensbedrohliche Herz- und Blutgefäßprobleme auftreten. Dazu gehören eine bikuspide Aortenklappe (zwei statt drei Aortenklappenflügel), Aortenstenose, ein verlängerter Aortenbogen und Bluthochdruck.

Knochengesundheit: Regelmäßige Bewegung und eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D sind entscheidend für gesunde Knochen. Knochenprobleme, insbesondere bei Frauen, die keine Östrogentherapie erhalten haben, können ein erhöhtes Risiko für Frakturen und Osteoporose sowie Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) umfassen.

Autoimmunerkrankungen: Das Turner-Syndrom ist mit Autoimmunerkrankungen wie Hypothyreose, Zöliakie und entzündlichen Darmerkrankungen verbunden.

Hörprobleme: Mittelohrentzündungen sind häufig, und mehr als 50 % der Erwachsenen mit TS können einen sensorineuralen Hörverlust entwickeln.

Nieren- und Harnwegsprobleme: Ungefähr 30 % bis 40 % der Personen mit TS weisen strukturelle Probleme in ihren Nieren und im Harnwegssystem auf. Probleme im Zusammenhang mit dem Urinfluss können zu Niereninfektionen führen.

Metabolisches Syndrom: Es besteht ein erhöhtes Risiko für das metabolische Syndrom, das Erkrankungen wie Adipositas, Insulinresistenz, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, hohe Triglyceridwerte und Typ-2-Diabetes umfasst.

Augenprobleme: Sehstörungen wie Kurzsichtigkeit (Myopie) und Farbenblindheit können auftreten.

Psychosoziale Auswirkungen: Geringes Selbstwertgefühl, Angstzustände und Depressionen können aufgrund körperlicher Bedenken, chronischer Gesundheitsprobleme und Unfruchtbarkeit auftreten.