Während früher chirurgische Biopsiemethoden zur Diagnostik von Krankheiten üblich waren, haben moderne Techniken diese Ansätze heute durch minimalinvasive Verfahren ersetzt. Insbesondere bildgesteuerte Stanzbiopsien ermöglichen die schnelle, einfache und meist schmerzlose Entnahme von Gewebeproben aus einer Raumforderung oder einem Gewebe, ohne dass Patienten eine Anästhesie, einen Krankenhausaufenthalt oder eine offene Operation benötigen. Diese Methode liefert dem behandelnden Arzt hochpräzise Informationen zur Behandlungsplanung oder zum Umfang eines chirurgischen Eingriffs und trägt so zur definitiven Diagnose bei. Wesentliche Vorteile sind eine höhere diagnostische Genauigkeitsrate im Vergleich zur Feinnadelaspiration (FNA), eine Reduzierung des Risikos unzureichender Proben und oft die Eliminierung der Notwendigkeit wiederholter Biopsien. Da sie keinen chirurgischen Schnitt erfordert, hinterlässt sie zudem keine ästhetischen Narben.