Eine Lungenblutung kann aufgrund verschiedener Ursachen auftreten, die das Lungengewebe schädigen können. Zu den Hauptursachen gehören Tumore (insbesondere Lungenkrebs), Infektionen (wie Lungenentzündung, Tuberkulose, Bronchitis), Bronchiektasen, systemische Erkrankungen und angeborene Anomalien. Die Hauptquelle schwerer Lungenblutungen sind typischerweise die bronchialen Arterien. Diese Hochdruckgefäße sind für etwa 80 % der schwerwiegenden Blutungen verantwortlich. Andere potenzielle Blutungsquellen umfassen aortobronchiale Fisteln, rupturierte Aneurysmen und nicht-bronchiale Strukturen wie Lungenarterien und -venen. Eine der häufigsten Ursachen sind Tumore. Da die meisten Lungenkrebsarten vom Bronchialepithel ausgehen, befinden sich die bronchialen Arterien oft im Tumorgewebe. Blutungen können aus diesen Gefäßen entstehen, wenn der Tumor das Bronchialgewebe erodiert. Ähnlich können auch bestimmte Infektionen zu Blutungen führen. Zum Beispiel können Pilzinfektionen in der Lunge Kavitationen bilden; diese Hohlräume schaffen eine blutungsanfällige Umgebung und verursachen so eine Lungenblutung. Systemische Erkrankungen können ebenfalls durch die Beeinflussung des Lungenparenchyms zu Blutungen führen, obwohl ihre Häufigkeit im Vergleich zu anderen Ursachen geringer ist. Unter den angeborenen Ursachen sind Gefäßanomalien am häufigsten zu beobachten. Insgesamt sind angeborene Ursachen jedoch seltene Verursacher von Lungenblutungen.