Retour à la recherche
DE
Das Tourette-Syndrom ist eine neurologische Störung, die durch unwillkürliche, sich wiederholende Bewegungen und Geräusche, sogenannte Tics, gekennzeichnet ist. Tics sind plötzliche, unkontrollierbare motorische Handlungen (z. B. Blinzeln, Achselzucken) oder Vokalisationen (z. B. Räuspern, Geräusche machen). Dieses Syndrom tritt typischerweise zwischen dem 5. und 9. Lebensjahr auf und ist bei Jungen häufiger. Die Ätiologie des Tourette-Syndroms ist multifaktoriell; genetische Veranlagung, Ungleichgewichte in den Gehirnchemikalien (insbesondere dem Dopamin-Stoffwechsel) und Umweltfaktoren (selten bakterielle Infektionen) können eine Rolle bei seiner Entwicklung spielen. Die Störung wird als genetisch bedingt anerkannt; genetische Variationen können von den Eltern geerbt werden oder spontan während der intrauterinen Periode auftreten. Unterschiede in den Dopamin-bezogenen neuronalen Netzwerken im Gehirn werden ebenfalls mit dem Tourette-Syndrom in Verbindung gebracht.