Trismus, auch bekannt als Kieferklemme, ist ein Zustand, der durch eine eingeschränkte Mundöffnung gekennzeichnet ist, die auf Spasmen der Kaumuskulatur, eine Dysfunktion des Kiefergelenks (TMJ) oder Schäden am umliegenden Gewebe zurückzuführen ist. Die Hauptursachen für Trismus sind:

* Zahnprobleme: Zahnabszesse, Infektionen und bestimmte oralchirurgische Eingriffe, insbesondere die Extraktion unterer Weisheitszähne, können Entzündungen und Muskelkrämpfe hervorrufen und dadurch die Kieferbewegung einschränken.
* Kiefergelenkserkrankungen (TMJ-Störungen): Zustände wie eine TMJ-Dysfunktion oder Arthritis können zu Schmerzen und einer Beeinträchtigung der Kieferöffnungsmechanik führen und maßgeblich zu Trismus beitragen.
* Traumata und Verletzungen: Direkte Traumata oder Verletzungen des Kiefers oder der Gesichtsregion können die zugehörigen Muskeln und Gewebe schädigen und zu Trismus führen.
* Strahlentherapie: Strahlentherapie, insbesondere wenn sie im Kopf- und Halsbereich angewendet wird, kann zu Fibrose (Verhärtung) der Muskeln und des Bindegewebes führen und dadurch die Kieferbeweglichkeit einschränken.
* Neuromuskuläre und Systemische Erkrankungen: Störungen wie das myofasziale Schmerzsyndrom, neurologische Erkrankungen wie Parkinson und Multiple Sklerose (MS) sowie psychologische Faktoren wie Stress und Angst können unwillkürliche Kontraktionen der Kiefermuskulatur auslösen und Personen für Trismus prädisponieren.