Nach einer Knieprothesenoperation fragen sich Patienten oft, wann sie wieder gehen und Treppen steigen können. Das Verständnis des Genesungsprozesses ist entscheidend für eine effektive Rehabilitation.

Frühe Mobilisierung und Gehen:
Patienten werden in der Regel ermutigt, noch am selben Tag der Operation oder am nächsten Morgen aufzustehen und mit dem Gehen zu beginnen. Das Hauptziel ist ein schmerzfreies Gehen mit der neuen Prothese, um maximalen Patientenkomfort zu gewährleisten. Eine frühe Mobilisierung ist der Schlüssel zu einer schnellen Genesung und sollte durch präoperative Aufklärung vorbereitet werden. Anfangs wird ein Stock oder Rollator empfohlen, um das Gleichgewicht und die Unterstützung zu erleichtern, während der Patient das Gehen mit dem neu beweglichen Knie wieder erlernt. Die Gehstrecke variiert je nach individueller Kraft und Komfortstufe des Patienten.

Treppensteigen:
Patienten werden in der Regel 1 bis 2 Tage nach der Operation dazu angeleitet, mit dem Treppensteigen zu beginnen. Dieser Zeitplan kann durch den individuellen Fortschritt und die Erwartungen des Patienten beeinflusst werden. Für Patienten, die beidseitige Knieprothesen erhalten haben, wird das Treppensteigen im Allgemeinen etwa zwei Tage nach der Operation erwartet.

Fortschritt und Verwendung von Gehhilfen:
Krücken oder ein Stock werden für kurze Zeit empfohlen, um das Gleichgewicht und die Stabilität zu unterstützen. Die meisten Patienten sollen die Verwendung dieser Gehhilfen etwa zwei Wochen nach der Operation einstellen.

Entlassung und Genesung zu Hause:
Die Krankenhausentlassung erfolgt in der Regel 3 bis 4 Tage nach der Operation. Nach der Rückkehr nach Hause ist es für Patienten vorteilhaft, ihre persönlichen Bedürfnisse, wie die Nutzung des Badezimmers und den Zugang zur Küche, eigenständig zu bewältigen. Längere Bettruhe wird nicht empfohlen, da sie die Genesung behindern kann. Übermäßige Hilfe von Pflegekräften, auch wenn sie gut gemeint ist, kann ebenfalls die Mobilisierungsbemühungen des Patienten behindern. Patienten werden ermutigt, sich an Outdoor-Aktivitäten zu beteiligen, wenn sich ihre Mobilität verbessert, im Einklang mit dem übergeordneten Ziel, die volle Funktion wiederherzustellen.