Die weit verbreitete Annahme, dass eine chirurgische Beschneidung zu vorzeitigem Samenerguss führt, wird nicht durch wissenschaftliche Beweise gestützt. Im Gegenteil, einige Studien legen nahe, dass die Beschneidung eine potenzielle Rolle bei der Vorbeugung oder Behandlung von vorzeitigem Samenerguss spielen könnte. Diese Forschungsarbeiten präsentieren Ergebnisse, die darauf hindeuten, dass die Entfernung der Vorhaut als Behandlungsmethode für vorzeitigen Samenerguss eingesetzt werden könnte. Andererseits gibt es auch Veröffentlichungen, die eine verminderte Penisempfindlichkeit bei beschnittenen Männern betreffen. Obwohl die Beziehung zwischen Beschneidung und vorzeitigem Samenerguss in wissenschaftlichen Kreisen immer noch diskutiert wird, ist die allgemein akzeptierte Ansicht, dass die Beschneidung keinen direkten vorzeitigen Samenerguss verursacht.