Die Erythrozytenverteilungsbreite (RDW) ist ein Blutparameter, der die Variation in Größe und Volumen der roten Blutkörperchen eines Patienten bewertet. Ein normaler RDW-Wert weist auf eine relativ einheitliche Population von roten Blutkörperchen hin. Der typische Durchmesser gesunder roter Blutkörperchen liegt ungefähr zwischen 6 und 8 Mikrometern. Erhebliche Abweichungen in dieser Größe können zu einem veränderten RDW-Wert führen. Abweichungen vom etablierten normalen RDW-Bereich, sei es nach unten oder oben, können auf zugrunde liegende medizinische Zustände hindeuten.
Für Erwachsene liegt der allgemein akzeptierte normale RDW-Bereich typischerweise zwischen 11,5 % und 14,5 % oder wird manchmal mit 12 % bis 15 % angegeben. Spezifische Referenzintervalle können zwischen den Laboratorien leicht variieren und auch das Geschlecht berücksichtigen, wobei einige Quellen Bereiche wie 12 % bis 16 % für erwachsene Frauen und 11,8 % bis 14,5 % für erwachsene Männer angeben. Für eine genaue Interpretation ist es immer unerlässlich, sich auf den Referenzbereich zu beziehen, der vom spezifischen Labor, das den Test durchführt, bereitgestellt wird.
RDW-Werte außerhalb der Normalgrenzen, ob ungewöhnlich niedrig oder hoch, können mit verschiedenen Zuständen in Verbindung gebracht werden, einschließlich verschiedener Arten von Anämie, Vitaminmangel (wie Eisen, B12 oder Folsäure), Entzündungen, Infektionen oder anderen systemischen Erkrankungen. Ein abnormaler RDW-Wert erfordert daher oft eine weitere klinische Abklärung.