Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) ist das unkontrollierbare Eintreten des Samenergusses während sexueller Aktivität, das früher als vom Individuum oder dessen Partner gewünscht erfolgt, typischerweise kurz nach der vaginalen Penetration. Dieser Zustand kann zu individuellem Leid oder zwischenmenschlichen Schwierigkeiten führen.

Forscher wie Masters und Johnson definierten den vorzeitigen Samenerguss als „die Unfähigkeit des Mannes, den Samenerguss zu verzögern, bis seine Partnerin den Orgasmus erreicht, wobei dieser Zustand in einem erheblichen Teil der sexuellen Erfahrungen beobachtet wird.“

Aktuelle medizinische und psychologische Definitionen betonen typischerweise die folgenden Merkmale:
* Der Samenerguss tritt konsistent oder wiederholt etwa eine Minute nach oder früher als die vaginale Penetration auf.
* Eine anhaltende oder wiederkehrende Unfähigkeit, den Samenerguss vor oder nach der vaginalen Penetration zu verzögern.
* Dieser Zustand verursacht erhebliche Belastung oder zwischenmenschliche Schwierigkeiten für das Individuum.