Der Entwicklungsstand der Neonatal-Intensivstationen (NICUs) spielt eine entscheidende Rolle bei den Inzidenzraten der Retinopathia praematurorum (ROP). Die in entwickelten Ländern gebotenen fortschrittlichen Versorgungsbedingungen ermöglichen eine frühzeitige Diagnose und effektive Behandlung dieser Erkrankung. Im Gegensatz dazu werden in Entwicklungsländern aufgrund unzureichender Gesundheitsinfrastruktur und fehlender regelmäßiger Screening-Protokolle ROP-Fälle oft spät erkannt, was zu einer erhöhten Rate an Sehkraftverlust bei Säuglingen führt. Darüber hinaus können trotz rechtzeitiger Nachsorge und Behandlung einige aggressive Formen der ROP fortschreiten, und es ist möglicherweise nicht immer möglich, einen Sehkraftverlust vollständig zu verhindern.