Eine intrauterine Inseminationsbehandlung (IUI) kann in Betracht gezogen werden, wenn die Spermienzahl im Sperma über 10 Millionen liegt und kein schwerwiegender morphologischer Spermientefekt vorliegt. Bei dieser Methode wird die vom Mann entnommene Spermienprobe so aufbereitet, dass tote Zellen und toxische Substanzen entfernt werden. Bewegliche und qualitativ hochwertige Spermien werden ausgewählt und konzentriert und dann mittels eines speziellen Katheters in die Gebärmutter der Frau übertragen. Die Spermien sollen das Ei durch natürliche Bewegung erreichen.

Damit diese Behandlung angewendet werden kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
* Vorhandensein morphologisch normaler und beweglicher Spermien.
* Kein tubarer Verschlussfaktor bei der Frau.
* Normale Ovulation und Eizellqualität bei der Frau.

Die IUI wird in der Regel für Fälle mit leichten oder grenzwertigen männlichen Fruchtbarkeitsproblemen empfohlen. Obwohl es sich um eine der einfachsten assistierten Reproduktionstechniken handelt, sind ihre Erfolgsraten relativ niedrig. Die Chance, eine Schwangerschaft zu erreichen, liegt zwischen 10 und 15 %.